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Reiner Limp Show 72

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Alfred Horn

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Prominentenfriseur Reiner Limp mit Alfred Horn

Joanna Horn

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Joanna Horn in dem Salon Waltraud

Sonntag, 4. Oktober 2009 (Kölner Stadt-Anzeiger)

Friseur
Auf einmal stand Böll in der Tür
Von Bastian Ebel, 28.09.09, 17:20h

Jubiläum Mertener Friseur-Salon Limp besteht seit 60 Jahren - Vom Schlagerstar bis zum Nobelpreisträger - der Bornheimer Friseur Reiner Limp hat schon vielen Prominenten den Kopf zurechtgestutzt. Was er mit den Haaren der Kunden anstellt, hütet er allerdings als Geschäftsgeheimnis.

Reiner Limp

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Reiner Limp Friseurmeister in seinem Element - beim Haareschneiden. (Bild: Ebel)

Reiner Limp und Rico Lanza

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Reiner Limp und Rico Lanza

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Bornheim-Merten - „Es muss so Mitte der 80er gewesen sein, da ging bei mir die Tür auf, und im Rahmen stand ein unscheinbarer Mann.“ Der junge Friseur Reiner Limp hielt kurz inne, denn irgendwoher kam der Mann ihm bekannt vor. „Mein Name ist Heinrich Böll. Ich bin neu hier in Merten und würde mich gerne von ihnen frisieren lassen.“ Limp staunte nicht schlecht. „Ein Nobelpreisträger? In meinem Laden? Das war echt der Hammer.“ Von nun an kam Böll regelmäßig. „Normaler Fassonschnitt. Nichts Ernstes.“ Wie ist er denn so gewesen, der Herr Böll? „Ein ganz ruhiger Kunde.“ Angst, an so einem intelligenten Kopf etwas falsch zu machen, hatte Limp nicht. „Haare bleiben Haare.“

Den Friseur, der in der Beethovenstraße seit 40 Jahren den Menschen die Haare schneidet, kennen nicht nur die Mertener. „Es waren schon viele Persönlichkeiten bei mir hier im Salon, aber ich mache darum kein Aufsehen“, sagt der Friseurmeister. Seit 1949 leitete Limps Mutter den Betrieb, seit den 60er Jahren führte sie ihn gemeinsam mit dem Sohn. Seit 1987 ist Rainer Limp alleinig für den Salon verantwortlich.

„Fürchterliche Frisur“

Im Jahr 1972 schaute Limp die Hitparade im Fernsehen und wurde wütend. „Der Rico Lanza hatte eine fürchterliche Frisur. Da musste ich etwas ändern.“ Am nächsten Tag stand der Friseur aus Bornheim bei Lanza (angeblich unehelicher Sohn des Operntenors Mario Lanza) in Weilerswist vor der Haustür. „Sie brauchen einen neuen Schnitt“, meinte Limp. Kurz darauf hatte er seinen ersten prominenten Kunden. „Lanza fand mich gut - und empfahl mich im Showgeschäft.“

Limp versuchte sein Handwerk zu perfektionieren, informierte sich auf Messen und fuhr zu internationalen Wettbewerben und Modenschauen nach Paris. Nach und nach nahmen dann Prominente wie Heino, Howard Carpendale, Dennie Christian („Rosamunde“) oder das Duo „Adam und Eve“ im Mertener Salon Platz. „Das war zwar besonders für mich. Aber vor einem sitzt immer noch ein Kopf mit Haaren. Und die müssen nun einmal geschnitten werden.“ Einmal dabei, will Limp auch gleich mit den Vorurteilen gegenüber der Prominenz aufräumen. „Die sind doch ganz normal. Auch Heino, zu dem ich eine Freundschaft aufgebaut habe, ist ein Supertyp.“ Der blonde Sänger aus Bad Münstereifel sei „nett, freundlich, zuvorkommend.“ Dabei sei es egal, ob Heino nun ein Toupet, gefärbte Haare oder „sonstwas“ besitzt. „Darüber rede ich nicht. Was die Kunden mir erzählen und was ich mit ihnen anstelle, geht keinen etwas an.“ Allerdings, sagt Limp, sei er zwischen „Waschen, Schneiden, Föhnen“ viel öfter Psychiater und Lebensberater. „Da kommen Dinge auf den Tisch, die würde unsereins noch nicht mal auf dem Sterbebett erzählen.

Reiner Limp Show 75

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